Venna Adler
Venna Adler

Motivtorten selbst gestalten!

Motivtorten selbst zu gestalten, ist gar nicht so schwer, wie Viele immer denken. Ich zum Beispiel kann zwar gut kochen, aber backen liegt mir gar nicht. Und trotzdem bekomme ich es irgendwie hin so eine Torte zu backen, die danach auch noch essbar ist!

Im Folgenden helfe ich euch ein bisschen auf eurem Weg zu eurer ersten Motivtorte. Fangt ruhig klein an, probiert ein paar Sachen aus, testet Materialien und findet heraus, was für euch am besten passt.

 

Das aller wichtigste ist der Plan!

 

  1. Wie soll eure Torte aussehen?

  2. Wie soll eure Torte schmecken?

  3. Sammelt im Internet Ideen und schaut euch bei YouTube nach Rezepten um. Es gibt viele tolle YouTuber, die euch zeigen, wie ihr einen leckeren Tortenboden backt, ihn zerteilt, wie ihr eine leckere Füllung zaubert und eine Torte mit Fondant eindeckt. Ich stelle euch in den kommenden Tagen mal ein paar Links zusammen und schreibe euch meine Lieblingsrezepte auf.

  4. Als nächstes empfehle ich euch, rechtzeitig mit der Herstellung der Torte zu beginnen. Ich unterteile mir alles in Tage, so haben die einzelnen Teile genug Zeit auszukühlen und ich stehe nicht ununterbrochen in der Küche:

  5.  

    Tag 1: Ich fertige aus Fontant und Blütenpaste die Figuren, so dass sie, wenn ich sie schlussendlich auf die Torte setzte, gut durchgehärtet sind.

     

    Tag 2: Ich backe die Tortenböden und lasse sie über Nacht auskühlen, um sie dann zu zerteilen, meist in drei Teile, so dass ich zwei verschiedene Füllungen nutzen kann.

     

    Tag 3: Ich stelle die Füllung her und beginne die Böden und die Füllung in einem Tortenring zu schichten, lasse sie auskühlen, bestreiche sie von Außen und lege schließlich den Fondantdeckel auf.

     

    Tag 4: An dem Tag, an dem die Torte auch verzehrt werden soll, setzte ich die Deko auf den Kuchen und serviere ihn.

 

Soweit also zum Plan, der auch aus dem Grund wichtig ist, damit ihr nicht in Stress geratet. Denn Stress und Backen passen nicht zusammen und nehmen euch jede Freude an der Herstellung eurer Torte.

Stellt euch auch die Frage, ob ihr selbst backen möchtet oder ob ihr die Tortenböden beim Bäcker oder im Supermarkt kaufen wollt. Die Böden im Supermarkt sind nicht teuer und sind besser, als man ihnen nachsagt! 

Los gehts mit der Deko!

 

Was braucht ihr um Figuren aus Fondant zu formen?

Fondant und/oder Blütenpaste

Zuckerkleber

Lebensmittelfarbe oder bereits eingefärbten Fondant

Lebensmittelstifte

eventuell noch Zuckerperlen oder andere Dekoartikel

 

Überlegt euch, ob ihr eurem Fondant CMC hinzufügen möchtet, lieber direkt nur mit Blütenpaste arbeiten möchtet oder ob ihr, so wie ich, eurem Fondant Blütenpaste hinzugebt. Wenn ihr den Fondant einfach nur so benutzt, wird er nicht fest genug und ihr werdet keine Freude an eurer Deko haben.

 

Ihr könnt auch mit Marzipan arbeiten. Das wird zwar auch nicht richtig hart, hat aber seinen ganz eigenen Charm.

 

Wenn ihr euch entschieden habt, legt ihr los und gestaltet eure Deko. Hier mal ein paar Beispiele:

Hier habe ich mich an einem Engel aus Marzipan versucht. Er war extrem schwer, deshalb habe ich ihn auf einen Stern aus Pappe, den ich von unten mit Backpapier versehen hatte, gesetzt. Den Stern habe ich von Unten mit Holzspießen, die ich eingekürzt hatte, abgestützt.

Zur Herstellung des Engels muss ich sagen, dass das Marzipan extrem bröselig war, aber sich dennoch ganz gut eignete für die Art von Figur, die mir vorschwebte. Nachdem der Engel ein paar Tage im Kühlschrank stand, wurde er ein wenig härter, aber war dennoch nicht so hart, als wenn man mit Fondant arbeitet, dem CMC oder Blütenpaste zugegeben wurde. 

Ich habe ihn dann noch mit Glitzerpulver, das ich mit Wodka angemischt hatte, bemalt. Auch das klappte super. 

 

Für die Sterne habe ich Blütenpaste verwendet, die ich dünn ausgerollt und ausgestanzt habe. Anschließend habe ich Basteldraht in Zuckerkleber getunkt und den Draht ein wenig in die noch weichen Sterne gestochen. Das Ganze dann im Liegen trocknen lassen. Die größeren Sterne, die an den Seiten steckten, habe ich auf Zahnstocker gesteckt.

Sorry, die Torte war ein wenig verbeult ;-) Aber hier soll es nur um die Schmetterlinge gehen.

Ich habe so ein Ausstanzset, mit dem ich die Schmetterlinge erst ausgestanzt habe und anschließen zum Aushärten in gefaltetes Papier gelegt habe. So erhalten sie ihre Form. Nach dem Aushärten habe ich die Schmetterlinge mit Glitzerpuder (natürlich ist das Pulver essbar) bestäubt.

Am Ende habe ich die Schmetterlinge mit Zuckerkleber beschmiert und an den Seiten der Torte leicht in den Fondant gedrückt.

Das waren jetzt nur ein paar Beispiele. Eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt!

Kommen wir zum Kuchen!

Bevor ich euch das Rezept aufschreibe, das ich verwende, möchte ich noch kurz anmerken, dass man Kuchenböden auch direkt beim Bäcker vorbestellen kann, auch schon fertig geschnitten. Die sind sicher nicht ganz günstig, aber man spart dafür einiges an Nerven und Zeit, wenn man nicht so gern backt.

Es gibt auch Tortenböden im Supermarkt, die sehr günstig sind und die nicht so schlecht schmecken, wie man das vielleicht vermuten würde. 

Ich nutze, die Tortenböden, die an den Seiten einen erhöhten Rand haben zum Beispiel, wenn ich eine Füllung mache, die nicht Fondanttauglich ist (z.B. Schmandfüllungen). 

Wer aber trotzdem gern backt, dem empfehle ich wärmstens das Wunderkuchenrezept, weil es sehr variabel ist. Ich habe es bei Nicoles Zuckerwerk auf YouTube entdeckt.

 

Wunderkuchen

 

Zutaten:

4Eier

200g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

200ml Öl

300g Mehl

1Pck. Backpulver 

und 

200ml Flüssigkeit (und das ist das Besondere an diesem Rezept, denn da könnt ihr ganz nach euren Vorlieben variieren. Ihr könnt Milch, Saft, Eierlikör oder oder oder nehmen. Ich mag es gern schokoladig und schmelze mir gern Schokolade im Wasserbad, gebe die geschmolzene Schokolade dann in einen Messbecher und fülle mit Milch bis auf 200ml auf. Aber da könnt ihr nehmen, was immer ihr wollt.)

 

Zubereitung:

- Mehl und Backpulver sieben und zur Seite stellen

- Die Eier, den Zucker und V-Zucker schaumig schlagen, nicht nur so ein bisschen, sondern so lange, bis es das doppelte Volumen erreicht hat. Nicht ungeduldig werden, das kann auch etwas länger dauern... besonders wenn man es mit dem Mixer macht. Aber Ausdauer wird belohnt.

- Jetzt werden langsam das Öl und die Flüssigkeit dazugegeben und weiter gerührt.

- Die gesiebte Mehl/Backpulvermischung unterheben.

 

Zum Thema Springform würde ich noch gern kurz etwas sagen. Damit der Kuchen schön gleichmäßig hoch kommt, nutze ich eine Art Erhöhung für die Form. 

Zuerst den Boden und die Seiten der Springform mit Backpapier auslegen (nicht einfetten, dann kann der Teig nicht ordendlich hochklettern), dann ein langes Stück Alufolie auf der Arbeitsfläche ausbreiten, das lang genug ist, damit es einmal um die Springform herum passt. In die Mitte der Alufolie halbierte Kücherolle legen, diese mit Wasser befeuchten, Folie von den Seiten zur Mitte zuklappen und von Außen um die Springform wickeln. So wird die Springform höher und der Kuchen gleichmäßig gebacken.

 

- Den Teig in die vorbereitete Springform geben und bei 

160° Umluft ca. 40 bis 45 Minuten backen. Per Stäbchenprobe findet ihr heraus, ob der Kuchen vollständig durchgegart ist. 

- abkühlen lassen.

 

Euer Kuchen müsste dann in etwa so aussehen:

 

 

Wunderkuchen

Ich backe den Kuchen meist am späten Nachmittag, dann ist er bis zum Abend ausgekühlt. Bevor ich ins Bett gehe, wickle ich den Kuchen in Frischhaltefolie und stelle ihn in den Kühlschrank.

Am nächsten Morgen schneide ich ihn dann auf. Bei der Höhe sind gut drei Teile drin.

 

Als nächstes folgt die Füllung. Da könnt ihr euch etwas geschmacklich passendes zu euren Böden suchen... schaut nach Fondanttauglichen Füllungen bei YouTube oder verwendet ein euch bekanntes Rezept. Buttercreme oder Ganache eignen sich hervorragend!

 

Ihr fangt jetzt also an zu stapeln. Wer mag benutzt, so wie ich, einen Tortenring, in den wird der erste Tortenboden legt. Darauf kommt dann die erste Schicht der Creme. Es folgt wieder ein Boden und wieder Creme, bis ihr beim letzten Boden angekommen seid. 

Das Ganze geht dann für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank um auszuhärten.

Danach wird der Tortenring gelöst und die Außenseiten der Torte werden mit der Creme eingeschmiert. Das muss im ersten Schritt noch nicht so super ordentlich sein, da diese erste Schicht der Krümmelbindung dient.

Beim zweiten Mal darf es dann gern schön ordentlich werden.

Ich persönlich gebe die Torte nach dem zweiten Bestreichen noch einmal in die Kühlung und lasse sie wieder 30 Minuten aushärten. 

Dann kommt eine dritte Schicht, bei der ich mir sehr viel Mühe gebe und alles Ausgleiche, das jetzt noch irgendwie nicht so schön ist. 

Die Torte sieht dann ungefähr so aus:

Wenn die Torte gut durchgekühlt ist... ich lasse sie mindestens 2 bis 3 Stunden, am liebsten aber über Nacht stehen... könnt ihr überlegen, wie ihr weitermachen wollt.

- Gefällt euch die Torte so schon gut, dann dekoriert sie und serviert sie... z.B. mit Sahnetupfern, Zuckerperlen, eurer Fondantdeko oder was auch immer euch einfällt.

- Oder ihr bedeckt die gesamte Torte mit kleinen Perlen. Dazu streicht ihr die Torte mit Zuckerkleber oder Eiweiss ein und bestreut die Torte dann mit winzig kleinen Perlen. Ein Foto dazu stelle ich euch unten mit rein.

- Ihr habt euch für Fondant entschieden. Da gibt es die Möglichkeit einen fertigen Fondantdeckel im Supermarkt zu kaufen. Bestreut eure Arbeitsplatte mit Stärke oder Puderzucker, damit ihr den Deckel bzw euren Fondant darauf in Form bringen könnte. Nehmt nicht zu wenig Fondant und rollte ihn nicht zu dünn aus, dann wird er wahrscheinlich einreißen.

Den ausgerollten Fondant legt ihr jetzt mittig auf eure Torte, so dass er an den Seiten in weiten Falten herunter hängt. 

Jetzt vorsichtig die Falten anheben und gleichzeitig mit der anderen Hand an die Seite drücken. Das ist ganz einfach. Wenn eine Falte mal nicht gleich rausgehen möchte, hebt den Fondant an dieser Stelle noch mal leicht an. Niemals mit Gewalt von oben nach unten steichen, sondern vorsichtig anlegen. Schaut euch zu dem Thema sonst noch einmal ein Video bei YouTube an. Da gibt es von Kuchenfee sehr schöne Beschreibungen. Empfehle ich euch.

Am Ende schneidet ihr vorsichtig an Rand entlang, den überschüssigen Fondant ab. Eure Torte müsste jetzt so aussehen:

Meine erste mit Fondant eingedeckte Torte.

Jetzt kommt der beste Teil... ihr dekoriert eure Torten nach Herzenslust! Seid mutig, probiert aus, verwerft Ideen, die nicht umzusetzten sind und vertraut eurem Bauchgefühl. Macht euch keinen Stress! Eure Torte wird etwas ganz besonderes sein, weil ihr sie gebacken und mit Liebe dekoriert habt!

Hier noch ein paar Bilder von meinen Versuchen:

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